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Sonderausstellung: Das Heldengrab im Niemandsland
- der Reiter von Gnadendorf

Ein frühungarischer Reiter aus
Gnadendorf (Niederösterreich)
Die Einfalle ungarischer Reiterscharen
im frühen 10. Jahrhundert n. Chr. versetzten das christliche
Abendland in Angst und Schrecken. Aut ihren Streifzügen
gelangten sie bis Südfrankreich, nach Burgund, Dänemark
und Italien. Erst nach der vernichtenden Niederlage durch
König Otto auf dem Lechfeld bei Augsburg 955, stellten die
Ungarn ihre Beutezüge endgültig ein.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das
reiche Grab eines jungen ungarischen Reiters aus Gnadendorf
(Niederösterreich), der fern der Heimat mit großem Prunk
bestattet worden ist. Jüngste Untersuchungen mit modernsten
naturwissenschaftlichen Methoden in Wien und Mainz brachten
zahlreiche neue Erkenntnisse über den jungen ungarischen
Reiter. Anthropologische Untersuchungen geben Auskunft zu
seinem Gesundheitszustand und zur möglichen Art seines Todes.
Die Forschungen werfen aber auch neue Fragen zur Bedeutung
des Grabes auf. Die Ausstellung führt in die Zeit der ungarischen
Streitzüge nach Westeuropa und zeigt archäologische Objekte
aus Ungarn, Österreich, Mähren und Deutschland.
Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen
dem Römisch-germanischen Zentralmuseum in Mainz, dem Ungarischen
Nationalmuseum Budapest, dem Institut für Ur- und Frühgeschichte
der Universität Wien und dem Museum für Urgeschichte des
Landes Niederösterreich Asparn/Zaya.
Weitere Infos unter www.urgeschichte.com
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